05.03.1953 · KW 10/1953
Tod von Josef Stalin
Nach fast drei Jahrzehnten als sowjetischer Diktator starb Josef Stalin in seiner Datscha bei Moskau. Sein Tod löste weltweit unterschiedliche Reaktionen aus — Erleichterung im Westen, aufrichtige Trauer bei Millionen Sowjetbürger, Unsicherheit in den Satellitenstaaten. Die "Entstalinisierung" unter Chruschtschow begann kurz darauf und erschütterte die kommunistische Weltbewegung bis in ihre Grundfesten.
17.06.1953 · KW 25/1953
Volksaufstand in der DDR
Arbeiter in Ost-Berlin und der gesamten DDR streikten gegen erhöhte Arbeitsnormen — und der Protest weitete sich schnell zur politischen Rebellion aus. Sowjetische Panzer rollten durch die Straßen und schlugen den Aufstand nieder. Über 50 Menschen starben, Hunderte wurden verhaftet. Der 17. Juni wurde in Westdeutschland zum Nationalfeiertag — ein Symbol für den Freiheitswillen der Menschen hinter dem Eisernen Vorhang.
04.10.1957 · KW 40/1957
Sputnik — der erste Satellit im All
Mit einem charakteristischen Piepsen umkreiste Sputnik 1 die Erde — der erste von Menschenhand geschaffene Satellit im Weltraum. Die Sowjetunion hatte die USA im Wettlauf ins All überrumpelt. Der "Sputnik-Schock" führte in Amerika zu einer Bildungsrevolution, zur Gründung der NASA und letztlich zur Mondlandung. Das Piepsen aus dem Weltall veränderte die Geschichte.
13.08.1961 · KW 32/1961
Bau der Berliner Mauer
In der Nacht zum 13. August begannen DDR-Soldaten und Volkspolizisten, die Grenze zu West-Berlin mit Stacheldraht abzusperren. Was als provisorische Maßnahme begann, wurde zur massiven Betonmauer — dem Symbol des Kalten Krieges schlechthin. Familien wurden getrennt, Fluchtwege abgeschnitten. 28 Jahre lang teilte die Mauer eine Stadt, ein Land und eine Welt.
12.09.1962 · KW 37/1962
Kennedys Mondrede in Houston
"We choose to go to the Moon" — John F. Kennedys Rede an der Rice University in Houston setzte ein Ziel, das viele für unmöglich hielten. Amerika würde den Mond erreichen, nicht weil es einfach sei, sondern weil es schwer sei. Sieben Jahre später landeten Armstrong und Aldrin auf dem Mond. Kennedy selbst erlebte es nicht mehr.
22.11.1963 · KW 47/1963
Ermordung von John F. Kennedy
In Dallas, Texas, wurde der amerikanische Präsident John F. Kennedy bei einer Autokorso-Fahrt erschossen. Die Welt stand still. In Deutschland weinten Menschen auf den Straßen — Kennedy hatte mit seinem "Ich bin ein Berliner" eine besondere Verbindung zur geteilten Stadt geschaffen. Seine Ermordung bleibt eines der großen Rätsel des 20. Jahrhunderts, und die Frage nach dem Hintermann beschäftigt die Welt bis heute.
04.04.1968 · KW 14/1968
Ermordung von Martin Luther King
Auf dem Balkon des Lorraine Motels in Memphis wurde Martin Luther King Jr. erschossen. Der Anführer der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung war 39 Jahre alt. In mehr als 100 amerikanischen Städten brachen Unruhen aus. Kings Traum von Gleichheit und Gerechtigkeit lebte weiter — und seine Worte hallten Jahrzehnte später ebenso kraftvoll wie am Tag seiner berühmtesten Rede.
20.07.1969 · KW 29/1969
Menschen auf dem Mond
Als Neil Armstrong um 21:17 Uhr MEZ seinen Fuß auf den Mondboden setzte, hielten Millionen Menschen weltweit den Atem an. "Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit" — dieser Satz hallte durch Radios und Fernsehgeräte rund um den Globus. Die Mondlandung war der Höhepunkt des Wettlaufs zwischen den USA und der Sowjetunion ins All.
05.09.1972 · KW 36/1972
Olympia-Attentat in München
Während die Welt auf die Olympischen Spiele in München schaute, drangen palästinensische Terroristen der Gruppe Schwarzer September in das israelische Mannschaftsquartier ein. Elf israelische Athleten und Betreuer wurden ermordet. Das Attentat erschütterte Deutschland zutiefst und veränderte das internationale Sicherheitsdenken für Jahrzehnte.
30.04.1975 · KW 18/1975
Ende des Vietnamkriegs
Mit dem Fall Saigons endete einer der brutalsten Kriege des 20. Jahrhunderts. Die letzten amerikanischen Hubschrauber hoben vom Dach der US-Botschaft ab, während nordvietnamesische Truppen in die Stadt einmarschierten. 20 Jahre Krieg, Millionen Tote, ein traumatisiertes Amerika. Die Bilder der fliehenden Menschen auf dem Botschaftsdach gehören zu den ikonischsten des Jahrhunderts.